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Gemeinsam schneller effizienter

Meldung vom 14.07.2017

Der ZOV gründet mit oberhessischen Kommunen und Landkreisen das kommunale Energieeffizienz-Netzwerk Oberhessen (k.e.n.o)

Gemeinsam voneinander lernen – das ist das Ziel der zwölf Städte, Gemeinden und Landkreise, die jetzt das kommunale Energieeffizienz-Netzwerk Oberhessen, kurz k.e.n.o, gegründet haben. Das Netzwerk steht unter Trägerschaft des Zweckverbandes Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV), der die Zusammenarbeit initiiert hat und koordiniert.

Die Motivation zur Gründung eines solchen Netzwerks liegt auf der Hand: Alle Kommunen müssen sich ein eigenes Energiemanagement aufbauen, um den energiepolitischen Anforderungen gerecht zu werden. Das heißt, sie müssen den eigenen Energieverbrauch erfassen und senken, also Einsparpotenziale finden und ausschöpfen. Viele kommunale Eigenbetriebe sind sogar von der Energieauditpflicht des Energiedienstleistungsgesetzes betroffen, das heißt, sie müssen ihre Energieeffizienz durch einen unabhängigen Energieauditor überprüfen lassen. Dafür fehlt es in manchen Kommunen bisher schlicht an Zeit und Wissen.

Das Netzwerk „k.e.n.o“ setzt genau hier an: Die Mitglieder sollen sich vernetzen und austauschen, sich in Workshops auf dem Gebiet des Energiemanagements weiterbilden und im Wechsel gemeinsam ihre Standorte besichtigen. Am wichtigsten ist das zum Beispiel für Bauämter, Gebäudemanager und Klimaschutzbeauftragte. Ziel ist, die Kompetenz auszutauschen und so für alle Mitglieder den Zeitaufwand zu optimieren, damit alle schneller effizienter werden. So können sie langfristig Kosten senken, Klimaschutzkonzepte aufbauen und umsetzen. Denkbar ist zum Beispiel, dass durch gemeinsame Beschaffung und Beauftragung Synergieeffekte entstehen. Und zusätzlich leisten alle so nachhaltig etwas für den regionalen Umweltschutz.

Die Gründungsvereinbarung von „k.e.n.o“ haben mit dem ZOV 12 weitere Mitglieder unterschrieben: Alsfeld, Antrifttal, Friedberg, Hammersbach, Homberg (Ohm), Kefenrod, Nidda, Niddatal, Schotten, Ulrichstein, der Wetteraukreis und Wölfersheim. „Der ZOV als regionaler Player trägt Verantwortung für die Region und will ein Signal setzen“, bekräftigt Rolf Gnadl, zusammen mit Rainer Schwarz Geschäftsführer des ZOV. „Das Netzwerk ist eine gute Basis, gezielt anzupacken und Verbesserungen zu erzielen“, sagte er bei der Unterzeichnung der Gründungsvereinbarung.

In den kommenden Wochen laufen Anträge beim Land Hessen, das das Netzwerk aller Voraussicht nach finanziell fördern wird. Geplant sind ab Herbst vier feste Treffen im Jahr inklusive Vor-Ort-Termine und Workshops.

„Wir haben eine sehr heterogene Gruppe, die viel voneinander lernen und hinterfragen kann. Wir haben eine große Herausforderung vor uns“, blickt Rainer Schwarz voraus. Konkrete Vorhaben könnten sein, dass die Netzwerk-Mitglieder sich austauschen bei der Optimierung ihrer Heizungsanlagen, beim Umstellen der Innenbeleuchtung auf LED-Technik oder auch bei der Effizienzanalyse von Liegenschaften.

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Portrait von Andreas Matlé