Energieaudit für Kommunen: Wissen, wo sich die Stromfresser verstecken

Unter bestimmten Voraussetzungen sind kommunale Eigenbetriebe und Unternehmen verpflichtet, ein Energieaudit durchzuführen und ihre Energiedaten beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu melden. Damit nicht genug: Ein solches Energieaudit muss eine europäische Norm erfüllen und ist alle vier Jahre zu wiederholen. Ziel ist es, dass der gesamte Energieverbrauch aufgeschlüsselt wird und Energiefresser aufgedeckt werden, und so die Energieeffizienz letztlich kontinuierlich steigt.

Mit einem Energieaudit die größten „Energiefresser“ entdecken: In Ulrichstein waren dies drei in die Jahre gekommene Wasserpumpen.

Die OVAG bietet die Durchführung eines solchen Energieaudits an, das heißt, dass Mitarbeiter der OVAG vor Ort in der Kommune sich alle elektrischen Einrichtungen anschauen, den Stromverbrauch analysieren und dann das Audit normgerecht erstellen. In einem ersten Gespräch werden der Rahmen, das Ziel und der Fokus festgelegt, dann werden alle Standorte genau unter die Lupe genommen, die Energiedaten ausgewertet und schließlich in einem Abschlussgespräch genau erläutert und belegt, wo wie viel Einsparpotenzial gefunden wurde. Johanna Dunez vom Energieberater-Team der OVAG erklärt, was die Kommunen davon haben: „Wir liefern Denkanstöße und sensibilisieren. Abgesehen vom Offensichtlichen – wie zum Beispiel dem Austausch der Beleuchtung – finden wir oft noch viele versteckte Einsparpotenziale, auf die der Kunde nicht selbst gekommen wäre. Genau das ist auch unser Anspruch.“ Viele Unternehmen haben ihren Energieverbrauch bis zur Einführung der Energieauditpflicht gar nicht richtig hinterfragt, wissen also nicht einmal, wo wie viel Strom hinfließt. Durch das Energieaudit entsteht an dieser Stelle Transparenz.

Ein Beispiel aus der Praxis ist die Stadt Ulrichstein, die genau dieses Energieaudit für ihre gesamte Wasserversorgung hat durchführen lassen. „Wir haben uns den Energieverbrauch der Jahre 2016 bis 2018 genau angeschaut“, berichtet die Energieberaterin, „um die Entwicklung zu sehen und zu interpretieren.“ Vor Ort wurden die Anlagen inspiziert wie etwa die Brunnen, die Pumpen, die Steuerung der Wasserversorgung und alle dazugehörigen Gebäude. Als die größten „Energiefresser“ erwiesen sich drei in die Jahre gekommene Pumpen, zwei in einem Brunnen und eine sogenannte „Dosierpumpen“ im Wassernetz. Erneuert man diese, könnte man rund 17.500 kWh im Jahr sparen, das wären rund sieben Prozent der gesamt benötigten Energie für diese Pumpen. Hinzu kommt Einsparpotenzial, wenn man die Außen- und Innenbeleuchtung der Brunnenhäuser durch LED ersetzen würde. Nicht immer ist eine Einsparmöglichkeit aber gleich mit dem Austausch eines Gerätes verbunden, manchmal gibt es auch Prozessoptimierungen, die das Energieberater-Team der OVAG aufzeigt.

Bürgermeister Edwin Schneider möchte kleinere Optimierungen sofort angehen, wie etwa Sensibilisierung der Mitarbeiter für den Energieverbrauch in den Brunnenhäusern. Die Pumpen wird die Stadt ersetzen, wenn es betrieblich notwendig wird. Dann will sie wahrscheinlich auch auf Förderungen zugreifen, die der Abschlussbericht ebenfalls aufzeigt. So gibt es zum Beispiel ein Förderprogramm des Bundes, das bis zu 200.000 Euro Zuschuss zu etwa neuen Pumpen ermöglicht. Auch diverse günstige Kredite kämen in Frage, die ebenfalls im Abschlussbericht aufgeführt sind. Kein Unternehmen ist übrigens verpflichtet, die vorgeschlagenen Erneuerungen aus dem Bericht auch umzusetzen. Die Stadt Ulrichstein hat jetzt bereits zum zweiten Mal ein Energieaudit von der OVAG durchführen lassen und zumindest aus dem ersten bisher umgesetzt, was vorgeschlagen wurde. Mit der Leistung der OVAG zeigt sich Schneider sehr zufrieden: „Meine Mitarbeiter berichten mir, dass es unkomplizierter war als mit einem alten Anbieter.“ Auch aus Überzeugung nimmt er hier die Energiedienstleistung in Anspruch: „Wir stehen zu unserem Energieversorger.“

Weitere Details zum Energieaudit: Mehr Infos zur Durchführung des Energieaudits nach DIN EN 16247-1 finden Sie auch auf der OVAG-Website unter Energieaudit für Kommunen und Energieauditpflicht sowie auf der Website des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Übrigens, schon gewusst? Für alle kommunalen Business-Kunden bietet die OVAG inzwischen einen kostenfreien Energie-Monitor an, mit dem Sie alle Verbrauchswerte online im Blick behalten können. Auf Anfrage schalten wir gerne auch für Ihre Kommune einen Zugang zum Online-Tool frei – sprechen Sie uns an!

Ansprechpartner:
OVAG
Frau Johanna Dunez
Tel.: 06031 6848-1422
E-Mail: dunez@ovag.de

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