Krieg und Krisen treiben Strompreis

Ausblick fürs kommende Jahr: Strom sparen.

Seit Monaten hagelt es schlechte Nachrichten. Die Menschen sind gut informiert durch die Berichterstattung in den Medien über die Ereignisse bei uns und in der Welt, dadurch aber auch zutiefst verunsichert. Es ist daher gut, starke Partner an seiner Seite zu wissen, wie den regionalen Energieversorger OVAG. „Die Kunden in der Region können sich auf die OVAG verlassen. Seit über 110 Jahren versorgen wir unsere Bevölkerung in guten wie in schlechten Zeiten mit Strom und Wasser. Wir lassen niemanden alleine“, erklären die beiden Vorstände Joachim Arnold und Oswin Veith.

„Es gehört zu unserem Grundverständnis, auch ehrlich miteinander umzugehen und auf unausweichliche Geschehnisse in der Welt und im eigenen Land hinzuweisen. Wir sehen es als sichtbares Zeichen des Vertrauens und der von uns gelebten Nähe und Transparenz zu den Verbrauchern in unserer Region auch als unsere Pflicht an, sie auf unangenehme Entwicklungen zeitig aufmerksam zu machen, damit sich die Menschen zum einen nicht falschen Illusionen hingeben und zum anderen sich auch auf die neuen Herausforderungen einstellen können“, sagen Arnold und Veith.

Das Thema liegt auf der Hand; seit Monaten werden die Menschen über die Explosion der Energiepreise in allgemeiner Form informiert und in Atem gehalten. „Viele Anbieter haben deshalb bereits Ende vergangenen Jahres oder in diesem Jahr ihre Preise anheben müssen oder gar Kunden im Stich gelassen. Auch bei der OVAG geht künftig kein Weg mehr an einer Preisanpassung vorbei, deshalb werden wir zum Beginn des kommenden Jahres auch die erhebliche Preissteigerung bei unserem Stromeinkauf für die sichere Versorgung im nächsten Jahr weitergeben müssen. Unsere an der Strombörse erzielten Einkaufspreise liegen schon seit geraumer Zeit deutlich über unseren aktuellen reinen Strompreisen“, erläutert Holger Ruppel, Vertriebschef der OVAG, die Entwicklungen.

Für das gesamte Kriegs- und Krisenjahr Jahr 2022 konnte die OVAG aufgrund ihrer vorrauschschauenden langfristigen Einkaufsstrategie eine Erhöhung des Strompreises bisher noch vermeiden. „Durch unsere auf einen langen Zeitraum ausgelegte Beschaffungsstrategie haben wir die Energiemengen für unsere Bestandskunden für das gesamte Jahr 2022 noch rechtzeitig vor der Preisexplosion gesichert. Somit können wir unsere Grundtarife auch noch bis zum Jahresende stabil halten. 2023 wird dies allerdings nicht mehr möglich sein.“

Faktenlage eindeutig

Ruppel lässt Fakten sprechen: Der Großhandelspreis für den reinen Strom betrug vor einem Jahr noch etwa 7 Cent pro Kilowattstunde (kWh) mit leicht steigender Tendenz. Im Herbst begann dann der steile Anstieg, erreichte im März 2022 gut 15 Cent pro kWh und ist im August auf einen Spitzenwert von gut 50 Cent gestiegen. Anders gesagt: Der Großhandelspreis hat sich innerhalb eines Jahres versiebenfacht. Hinzu kommen für den Verbraucher noch die Kosten für Netzentgelte, sowie Steuern und Umlagen. Kein Anbieter kommt daher um deutliche Preissteigerungen herum.

Derzeit zahlt ein Kunde der OVAG in der Grundversorgung für eine Kilowattstunde Strom gut 26 Cent pro kWh inklusive Umlagen, Steuern und Netzentgelte, wobei die jetzt weggefallene EEG-Umlage bereits herausgerechnet ist. „Ich halte es in Anbetracht der aktuellen Entwicklung für durchaus realistisch“, sagt Ruppel, „dass wir zu Beginn des Jahres 2023 mit unseren Tarifen bei deutlich über 40 Cent pro Kilowattstunde inklusive Steuern, Netzentgelten und Umlagen landen werden, was bei konstantem Grundpreis zu einer Erhöhung der Stromrechnung im Bereich von 50 bis 60 Prozent insgesamt führen würde. Das ist in Folge der zeitlich gestreckten Beschaffung immer noch ein deutlich besseres Ergebnis, als wenn wir erst jetzt, kurz vor Lieferbeginn, zu absoluten Höchstpreisen den Strom für das kommende Jahr beschaffen müssten.“

Arnold und Veith ergänzen: „Seit Juli berücksichtigen wir bei den Jahresrechnungen diese Tendenz bereits bei der Berechnung der neuen Abschläge. Bei Kunden, die ihre Jahresrechnung vorher erhalten haben, werden die Abschläge mit der Preisanpassung ebenso angepasst. Es ist uns bewusst, dass die neuen Abschläge bei den Verbrauchern zu erheblichen Mehrbelastungen führen. Wir wollen aber auf diese Art behilflich sein zu vermeiden, dass unsere Kunden mit der nächsten Jahresrechnung schlagartig hohe Nachzahlungen leisten müssen. Im Übrigen haben wir die Möglichkeit geschaffen, dass unsere Kunden ihre Abschläge selbst jederzeit im neuen Kundenportal der OVAG anpassen können.“

Energie sparen Gebot der Stunde

Jede selbst vermiedene Kilowattstunde mindert die eigenen Stromkosten. Daher sollte das Stromsparen eine ganz zentrale Rolle einnehmen. Ruppel führt einige wichtige und einfach umzusetzende Möglichkeiten an:

  • Stand-by-Modus abschalten, wenn die Geräte nicht benötigt werden.
  • Beim Wasserkocher auf die Füllmenge achten.
  • Ohne Vorheizen backen.
  • Mit Restwärme kochen.
  • Kochen mit Deckel.
  • Kühlschrank und Gefriertruhe regelmäßig abtauen.
  • Kühlschranktür gezielt öffnen und nicht unnötig lange offenlassen.
  • Bei Neuanschaffung von Geräten auf effiziente Verbrauchswerte achten.
  • Waschen ohne Vorwäsche.
  • Wäsche mit 30 °C waschen.
  • Beim Ersatz von Leuchtmitteln nur noch LED-Technik anschaffen

Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 0800 0123535 (kostenfrei) und online auf www.ovag.de/energiespartipps.

Anstieg der Großhandelspreise für Strom.

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