Verbraucher- und sommerabhängig

OVAG berichtet über Wasserdargebot und appelliert an sorgsamen Umgang mit Trinkwasser.

Der vergangene Sommer war überdurchschnittlich heiß und langanhaltend trocken – was die Grundwasserstände in den Fördergebieten der OVAG aufgrund des feuchten vorhergehenden Winters zwar überdurchschnittlich in Anspruch genommen, aber nicht an ihre genehmigten Mindestwasserstände gebracht hat. Um weiterhin sorglos in den kommenden Sommer zu gehen, hätte es, vereinfacht gesagt, wiederum eines nassen Winters und Frühlings mit genügend Niederschlägen bedurft. Dies war jedoch nur im Winter der Fall. Nach der Klassifizierung der Niederschlagsjahre der Arbeitsgemeinschaft Hydrogeologie und Umweltschutz befinden wir uns seit Februar in einer Trockenperiode, sagt OVAG-Wasserwerksleiter Franz Poltrum.

Mit anderen Worten: In den vergangenen Monaten konnte keine adäquate Grundwasserneubildung stattfinden. Damit ist der Spielraum über das Jahr für die Wasserförderung etwas geringer geworden. Zwar wird das Grundwasservorkommen inklusive des Fremdbezugs vom Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke als ausreichend bezeichnet, um die von der OVAG betriebene umweltschonende Wassergewinnung fortzuführen. Sollte es in den nächsten Wochen und Monaten aber nicht ausreichend regnen und der Sommer wieder ein lang anhaltender Hitzesommer werden, könnte das Grundwasserdargebot wiederum geschwächt werden.

Beim Sommer spielt das Wetter die elementare Rolle: Sollte es ein Jahr mit durchschnittlichen Temperaturen und mit den üblichen Regenereignissen werden, ist die Grundwassersituation als entspannt zu betrachten. Sollte es allerdings erneut zu einer mehrere Monate andauernden Hitzeperiode kommen, hat das natürlich andere Auswirkungen. Dann müssen wir aufgrund der hohen Nachfrage im Spitzenlastbetrieb mehr fördern, keinesfalls jedoch in einzelnen Gewinnungsgebieten unterhalb der Grenzgrundwasserstände, beschreibt Poltrum die Lage.

Dem Wasserwerksleiter der OVAG ist es wichtig, ein deutliches Signal auszusenden und zu sensibilisieren: Jede Kommune sollte ihre Bevölkerung unabhängig von der aktuellen Lage zum sorgsamen und sparsamen Wasserverbrauch animieren. Jeder Wasserabnehmer sollte sehr bewusst mit dem wichtigsten Lebensmittel Trinkwasser umgehen. Dazu zählt natürlich, niemals Trinkwasser unnötig zu verschwenden, insbesondere es in Hitzeperioden nicht zur Bewässerung von Rasen in Gärten und Sportanlagen zu nutzen – dafür sollte selbst aufgefangenes Regenwasser oder aufbereitetes Brauchwasser eingesetzt werden.

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