Ursprung des Wassers.

Wasser: ein Lebensspender seit über 4 Milliarden Jahren.

Keine andere chemische Verbindung bestimmt das Leben auf der Erde so sehr wie Wasser. Es ist Medium für zahlreiche biologische, geologische und ökologische Prozesse und zugleich unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens. Doch wie kam das Wasser auf die Erde und welche Rolle spielte es bei der Entwicklung des Lebens?

Als das Wasser auf die Erde kam: der Beginn eines riesigen Kreislaufs.

Als die Erde vor rund 4,5 Milliarden Jahren entstand, herrschten zunächst extreme Bedingungen. Woher das Wasser unseres Planeten ursprünglich stammt, ist bis heute Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Ein Teil war vermutlich bereits in den Materialien enthalten, aus denen sich die Erde bildete. Zusätzlich könnten wasserreiche Himmelskörper Wasser auf die junge Erde gebracht haben.

Mit zunehmender Abkühlung der Erde konnte Wasserdampf kondensieren und sich flüssiges Wasser an der Oberfläche sammeln. So entstanden schließlich die frühen Ozeane. Gleichzeitig entwickelte sich ein Wasserkreislauf: Wasser verdunstete, bildete Wolken und gelangte als Niederschlag wieder auf die Erdoberfläche zurück. Wasser reagierte dabei mit Gesteinen und Mineralien und schuf gemeinsam mit weiteren chemischen und geologischen Prozessen Bedingungen, unter denen sich später erste Lebensformen entwickeln konnten.

Der Mensch und das Wasser: eine uralte Partnerschaft.

Erst sehr viel später traten die Vorfahren des Menschen auf. Wasser war für sie wie für alle Lebewesen eine unverzichtbare Lebensgrundlage. Die Verfügbarkeit von Wasser beeinflusste deshalb seit jeher, wo Menschen lebten und wie sie ihre Umwelt erschlossen.