Energieeffizienzgesetz.
EnEfG-Pflichten und Handlungsbedarf für Unternehmen.
Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) ist am in Kraft getreten. Es enthält unter anderem Vorgaben zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Für Unternehmen ergeben sich abhängig vom durchschnittlichen Gesamtendenergieverbrauch der letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahre unterschiedliche Pflichten.
Energieeffizienzgesetz: Welche Unternehmen müssen jetzt handeln?
Besonders betroffen sind Unternehmen mit einem durchschnittlichen Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 2,5 Gigawattstunden innerhalb der letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahre. Für diese Unternehmen gelten unter anderem Vorgaben zur Erstellung und Veröffentlichung von Umsetzungsplänen für wirtschaftlich identifizierte Endenergieeinsparmaßnahmen sowie zur Vermeidung und Verwendung von Abwärme und zur Bereitstellung von Informationen für die Plattform für Abwärme. Unternehmen mit über 7,5 Gigawattstunden durchschnittlichem Gesamtendenergieverbrauch innerhalb der letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahre müssen zudem ein Energie- oder Umweltmanagementsystem einrichten.
Handlungspflichten für Unternehmen nach EnEfG.
| Pflicht zur Einrichtung eines Energiemanagementsystems (EnMS) nach DIN EN ISO 50001 oder eines Umweltmanagementsystems (UMS) nach EMAS |
| Erfüllung zusätzlicher Anforderungen gemäß §8 Absatz 3 EnEfG |
| Verpflichtung zur Erstellung und Veröffentlichung von Umsetzungsplänen für wirtschaftlich identifizierte Endenergieeinsparmaßnahmen |
| Vermeidung und Verwendung von Abwärme |
| Bereitstellung von Informationen für die Plattform für Abwärme |
EnEfG - Handlungsempfehlungen für Unternehmen:
Für eine erfolgreiche Umsetzung der gesetzlichen Verpflichtungen empfehlen wir folgende Vorgehensweise:
- Ermittlung des durchschnittlichen Gesamtendenergieverbrauchs der letzten 3 Jahre
- Ableiten der gesetzlichen Anforderungen
- Vorgehen skizzieren
- Verantwortung definieren
- Externe Unterstützung anfordern
- Frühzeitige Beauftragung der Zertifizierung bzw. Validierung
Was gilt für Behörden, öffentliche Stellen oder Betreiber von Rechenzentren?
Behörden und öffentliche Stellen:
Öffentliche Stellen mit einem jährlichen Gesamtendenergieverbrauch von mindestens einer Gigawattstunde sind bis zum Jahr zu jährlichen Einsparungen beim Endenergieverbrauch in Höhe von 2 % pro Jahr verpflichtet. Öffentliche Stellen mit einem durchschnittlichen Gesamtendenergieverbrauch innerhalb der letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahre vor dem von einer bis unter drei Gigawattstunden mussten bis zum Ablauf des ein vereinfachtes Energiemanagementsystem (EnMS) einrichten. Bei einem durchschnittlichen Gesamtendenergieverbrauch von mindestens drei Gigawattstunden musste bis zu diesem Zeitpunkt ein Energie- oder Umweltmanagementsystem eingerichtet werden.
Betreiber von Rechenzentren:
Betreiber von Rechenzentren mussten grundsätzlich bis zum ein Energie- oder Umweltmanagementsystem einrichten. Seit dem muss der Stromverbrauch von Rechenzentren bilanziell zu 50 % durch Strom aus erneuerbaren Energien gedeckt werden, ab dem zu 100 %. Für Rechenzentren, die ab dem den Betrieb aufnehmen, gelten zudem Anforderungen an den Anteil wiederverwendeter Energie. Dieser muss grundsätzlich mindestens 10 % betragen. Für Rechenzentren, die ab dem den Betrieb aufnehmen, beträgt der vorgeschriebene Anteil mindestens 15 %, ab dem mindestens 20 %. Für Rechenzentren mit einer nicht redundanten Nennanschlussleistung ab 1 Megawatt und für Rechenzentren, die im Eigentum öffentlicher Träger stehen oder für diese betrieben werden, mit einer nicht redundanten Nennanschlussleistung ab 300 Kilowatt, besteht seit dem die Pflicht zur Validierung oder Zertifizierung des Energie- oder Umweltmanagementsystems.
Weiterführende Informationen:
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