11,2 Megawatt zusätzliche Leistung.

Zwei neue Anlagen: Bauarbeiten am Windpark Kefenrod schreiten voran.

Der seit bestehende Windpark Kefenrod zwischen Kefenrod und Wenings wird derzeit erweitert. Dort werden zwei neue Anlagen vom Typ Enercon E160 mit je 5,56 Megawatt – das heißt mit einer Gesamtleistung von 11,2 Megawatt – errichtet. Im startete die Bauphase mit der Errichtung der Fundamente, bei hochsommerlichen Temperaturen werden derzeit die beiden Türme gebaut. Vertreter der OVAG sowie des 100-prozentigen Tochterunternehmens HessenEnergie, das mit der Planung, der Entwicklung und dem Bau von Windkraftanlagen und -parks betraut ist, machten sich jetzt vor Ort ein Bild vom Stand der Bauarbeiten.

Die Basis eines jeden Turms besteht aus Stahlbeton, der in Ringen von einem Großkran aufeinandergesetzt wird. Am Boden werden die rund zwei Meter hohen Ringe aus jeweils bis zu drei Segmenten zusammengesetzt, ehe sie per Kran angehoben und vorsichtig aufgesetzt werden. Das ist Millimeterarbeit, die aufgrund der Größe und Masse der Segmente nicht nur eine ruhige Hand des Kranführers, sondern auch Augenmaß und Genauigkeit von den Monteuren auf der Arbeitsplatzform im Turm erfordert. Rund acht Ringe schaffen die Monteure pro Tag. Somit wächst der Turm jeden Tag rund 16 Meter. Bei hundert Metern Höhe ist Schluss. Der Rest des Turms besteht aus drei Stahlsegmenten, die dann mit einem noch größeren Kran aufgesetzt werden, ehe schließlich Gondel und Rotorblätter installiert werden können.

Mit dem Ausbau wird die Leistung des bestehenden Windparks mehr als verdoppelt: die vier bestehenden Anlagen haben eine Gesamtleistung von 9,4 Megawatt. Mit 20,6 Megawatt ist der Windpark nach der Fertigstellung einer der größten im Konzern-Portfolio, die allein von der OVAG betrieben werden., erläutert Lilit Gemiciyan, Projektmanagerin für den Windbereich bei der OVAG. Die neuen Anlagen sind mit 166 Metern Nabenhöhe und einer Rotorspannweite von 80 Metern deutlich größer als die bestehenden Anlagen. Entsprechend mehr Leistung ist möglich, obwohl es am Ende nur zwei neue Windräder sind, erklärt Dr. Hans-Peter Frank, bei der OVAG als Abteilungsleiter zuständig für Handel und Erzeugung. Im Spätsommer sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und die neuen Anlagen in Betrieb gehen.

wurden mit Anlagen der OVAG insgesamt rund 338 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt und in die Netze der Region eingespeist, rund 241 Millionen Kilowattstunden davon entfallen auf Windkraftanlagen. Das entspricht – zumindest rechnerisch – dem Jahresstromverbrauch von knapp 69.000 Haushalten mit einem jeweiligen Verbrauch von 3.500 kWh im Jahr. Wir waren mit der Errichtung des ersten Windparks im deutschen Binnenland im Vogelsberg in den 90er Jahren Pionier in der Region, erklären die beiden OVAG-Vorstände Joachim Arnold und Oswin Veith. Erneuerbare Energien spielten selbstverständlich eine Schlüsselrolle in der Energiewende. Deshalb setzen wir kontinuierlich und konsequent auf deren Nutzung und ihren Ausbau in der Region. Derzeit gibt es bei der OVAG sechs weitere Windkraft-Projekte mit zum Teil bereits vorliegenden Genehmigungen oder im fortgeschrittenen Genehmigungsverfahren. Der Ausbau ist gewollt und notwendig. Wichtig sei, so die beiden Vorstände weiter, dass die Politik mit dem zugehörigen Rechtsrahmen nun auch Schritt halte.

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