Mit dem eigenen Energiehelden gegen den Klimawandel kämpfen.
Klimaworkshop an der Stadtschule Butzbach im Rahmen der „OVAG-Energiehelden“.
Klimaschutz kann auch Spaß machen, das zeigte ein Workshop an der Stadtschule in Butzbach mit der Klasse 6bR. Gemeinsam mit dem Bildungswerk Berlin und den Lehrkräften, die sich eher im Hintergrund gehalten haben, haben sich 17 Schülerinnen und Schüler einen Schultag lang mit dem Thema Klimawandel beschäftigt. Der Workshop fand im Rahmen der „OVAG-Energiehelden“ statt, die jedes Jahr einen ganzen Schultag zum Thema Klimawandel und Energiesparen an fünf Schulklassen verlost.
Der Einstieg war bewusst locker gehalten: Bei der Vorstellungsrunde musste nicht nur der eigene Name genannt werden, sondern auch ein Kartoffelprodukt – von Pommes bis Chips war alles dabei. Spätestens beim Spiel Hi Ha Ho
, bei dem Klatschen und Signale weitergegeben werden, war das Eis gebrochen. Anfangs noch etwas skeptisch, hatten die Schülerinnen und Schüler schnell Spaß und alle machten mit. Auch die Lehrkräfte fanden den Einstieg gelungen, da die Klasse direkt aktiv und wach wurde. Danach ging es inhaltlich weiter. Durch eine einfache Methode, sich im Raum positionieren zwischen stimme zu
und stimme nicht zu
wurde abgefragt, was die Schülerinnen und Schüler bereits über das Klima wissen oder erwarten. Themen wie die Ozonschicht, Treibhausgase und CO2 wurden altersgerecht erklärt.
Ein Highlight war ein kleines Spiel zur Verteilung von CO2-Ausstoß weltweit. Mit Stiften sollten die Schülerinnen und Schüler einschätzen, welcher Kontinent wie viel verursacht. Dabei wurde schnell klar: Einige Regionen stoßen viel CO2 aus, während andere wenig beitragen, aber besonders stark unter den Folgen leiden, etwa durch Hitze oder der steigende Meeresspiegel.
Nach jeder Pause sorgte ein kurzes Spiel wieder für neue Energie. Insgesamt zeigte sich deutlich: Die anfängliche Unlust wich nach und nach echtem Interesse. Die Jugendlichen stellten Fragen, diskutierten mit und brachten eigene Ideen ein. Gemeinsam wurde gesammelt, was schlecht fürs Klima ist, zum Beispiel Flugzeuge, Kohlekraftwerke oder Plastik. Gleichzeitig wurde auch darüber gesprochen, dass viele Dinge wie Erdöl an sich nicht das Problem sind, sondern erst durch die Nutzung durch den Menschen. Im nächsten Schritt ging es darum, wie man für sich etwas Gutes tun kann gegen den Klimawandel: weniger Müll, unverpackte Lebensmittel oder die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
In einer Gruppenarbeit beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler damit, welche Dinge viel oder wenig Energie verbrauchen. Zum Abschluss wurde es nochmal kreativ: In kleinen Gruppen entwickelten und zeichneten alle eigene Energiehelden.
Sie überlegten sich Kräfte, mit denen ihre Figuren gegen den Klimawandel kämpfen, und stellten ihre Ideen anschließend vor.
Trotz der vielen positiven Erfahrungen gab es gab es von den Lehrkräften die Anregung, den Workshop in Zukunft mit digitalen Möglichkeiten anzureichern, um Inhalte anschaulicher zu vermitteln, zum Beispiel durch Videos oder interaktive Darstellungen, und ihn je nach Altersklasse etwas kompakter zu gestalten. Fazit: Der Workshop zeigte, dass das Thema Klimawandel auch jüngeren Menschen nähergebracht werden kann – vor allem, wenn Bewegung, Spiele und Mitmachaktionen dabei sind. Mit etwas mehr Abwechslung und digitalen Elementen könnte das Ganze in Zukunft noch wirkungsvoller gestaltet werden.