Verantwortungsvolle Verwendung von Trinkwasser dringend geboten.

Spitzenlastbetrieb und anhaltend hohe Ressourcenbelastung.

Waren es vor rund einem Monat bei der ersten extremen Hitzephase noch die technischen Anlagen, die die Liefermöglichkeiten der Wasserversorgung der OVAG reglementierten, so ist ab der zweiten Hitzephase gegen Ende Juli die begrenzte Ressourcenverfügbarkeit hinzugekommen. Die anhaltend extremen Temperaturen führten jeweils zu einer sprunghaft steigenden Trinkwasserabgabe an die Kommunen als Versorgungspflichtige gegenüber ihren Einwohnern. Der Freitag vor den Sommerferien war nicht nur der bisherige Spitzentag in diesem Jahr, sondern der Spitzentag seit Beginn der Wasserversorgung durch die OVAG vor rund 120 Jahren. Die technischen Versorgungsanlagen der OVAG mussten dafür bis an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit im absoluten Spitzenlastbetrieb gefahren werden.

Während die Hitzephase zwischenzeitlich leicht abflachte, blieb die Wasserabnahme im vergangenen Monat nahezu gleich. Diese dafür weiterhin großen Fördermengen führten zu einer hohen Belastung der Ressourcen.

Seit über zwei Jahrzehnten praktiziert die OVAG in ihren Gewinnungsgebieten erfolgreich ein umweltschonendes und auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Wassermanagement. Die Wassergewinnung der OVAG wird nicht nur durch die Grundwasserstände in den Förderbrunnen begrenzt. Auch die Berücksichtigung von oberflächennahen Grundwasserständen und die damit zusammenhängende Landschaftsökologie spielt dabei eine entscheidende Rolle. Dies alles wird gemonitort und jährlich gegenüber den Aufsichtsbehörden des Landes nachgewiesen.

Die diesjährigen früh und extrem einsetzenden Hitzephasen und die anhaltende Dürre seit Monaten mit dem Ausbleiben von signifikanten Niederschlägen haben für die Umwelt und damit auch die Wasserversorger zu einer nie dagewesenen Situation geführt. Im bodennahen Bereich ist kaum noch Feuchtigkeit. Dies führt auch bei der OVAG zu der Notwendigkeit, in einigen Gewinnungsgebieten die Fördermenge teilweise massiv zu reduzieren und einzelne Fördermöglichkeiten quasi ungenutzt zu lassen.

Dieser Zustand wurde den Aufsichts- und Genehmigungsbehörden des Landes angezeigt und gleichzeitig Lösungsmöglichkeiten beantragt zur Verbesserung der Versorgungssicherheit unter Beachtung der erteilten wasserrechtlichen Genehmigungen und landschaftsökologischen Belange.

Die von der OVAG voll- oder teilversorgten Kommunen wurden in individuellen Schreiben aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um die ihnen bekannten und für sie bereitstehenden Liefermengen einzuhalten. Dies führte nur in einigen Kommunen zum Erfolg. Die Abnahme ist meist weiterhin wesentlich größer als das diesen nachhaltig zur Verfügung stehende Wasserkontingent. Insgesamt konnte bisher das System im Moment nur stabil gehalten werden, weil die Abgabemenge in die Rhein-Main-Region drastisch zugunsten der hiesigen Kommunen vereinbart und praktiziert werden konnte. In den jüngsten Schreiben an die Kommunen wurde zudem die notwendige Reduzierung der möglichen Abnahmemengen ab September und Oktober sowie bis zum Jahresende mitgeteilt. Diese sind dringend erforderlich, um eine Versorgungssicherheit über den Sommer hinaus zu erhöhen.

Zu den Pressemitteilungen der OVAG-Gruppe

Zu den Pressemitteilungen der OVAG